Ausbildung bei den
Evangelischen Pflegediensten Mannheim EPMA:
Der Mensch steht im Mittelpunkt

Der Mensch steht im Mittelpunkt, unabhängig von seiner Religion und Kultur, seinem Geschlecht und Alter. Dieses Leitbild vertreten die Evangelischen Pflegedienste Mannheim EPMA nach außen wie nach innen: gegenüber den Menschen, die ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wie gegenüber den eigenen Mitarbeitenden. Die Verbundeinrichtung der Gesundheitsfürsorge wurde im Juli 2014 von der Evangelischen Kirche Mannheim gegründet. Nächstes Jahr weiht sie das neue ThomasCarree in Neuostheim ein und wird dann fünf Pflegestandorte betreiben.
Auf der Grundlage des christlichen Glaubens und diakonischen Auftrags setzen sich die Mitarbeitenden für das Wohlbefinden der ihnen anvertrauten alten Menschen ein. Ihr Anspruch ist es, den Bewohnern ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen, dies in einer Arbeitsatmosphäre, in der Lob und Kritik gleichermaßen Raum finden, sagt EPMA-Geschäftsführer Peter Grewe.
An den individuellen Bedürfnissen und Lebensumständen orientiert sich auch die Aus- und Weiterbildung der EPMA. Es gibt Angebote in Teilzeit oder den Wiedereinstieg mit Ausbildungsmöglichkeit. Menschen mit Migrationshintergrund können auf Sprachkurse, Integrationsbegleitung, Wohnmöglichkeiten oder Unterstützung bei Behördengängen zurückgreifen.
Die Evangelischen Pflegedienste stellen einen sicheren, abwechslungsreichen Beruf mit Zukunftsperspektive und vielen Entwicklungsmöglichkeiten in Aussicht. Dazu arbeiten sie lokal und regional eng mit verschiedenen Altenpflegeschulen und Weiterbildungsstätten, u.a. dem Diakonischen Werk Baden, zusammen. In den einzelnen Einrichtungen werden die Auszubildenden durch persönliche Mentoren und Praxisanleiter unterstützt. Und ein übergeordnetes Koordinations- und Begleitsystem für die insgesamt zwanzig Pflegeazubis ermöglicht den Austausch untereinander, sorgt dafür, dass Wünsche und Anregungen ernst genommen und Lernerfolg und Praxisbezug optimiert werden können.

Die EPMA bieten folgende Möglichkeiten und Perspektiven:

FSJ/BFD

Zwanzig Plätze stehen für ein Freiwilliges Soziales Jahr bzw. den Bundesfreiwilligendienst zur Verfügung. Sie bedeuten für junge Menschen, sich und andere kennen zu lernen, Einblicke in soziale Bereiche zu erhalten, Sinnvolles und Sinnstiftendes zu tun – ein Erfahrungsschatz, der die Persönlichkeit stärkt. In Kombination mit dem Zeugnis der ersten Kursstufe von Gymnasien (11. Klasse) gelten FSJ und BFD auch als berufspraktischer Teil für die Fachhochschulreife und werden zudem als Wartezeit für manche Studiengänge angerechnet.
In der Regel beginnen FSJ bzw. BFD im September oder Oktober; die EPMA bieten einen flexiblen Einstieg an. Näheres unter www.diakonie-baden.de.

Altenpflegehelfer/in

Altenpflegehelfer assistieren den Fachkräften bei der Pflege und Betreuung alter Menschen. Sie helfen bei allen Dingen des täglichen Lebens, die die Betreuten alleine nicht mehr bewältigen können, unterstützen beispielsweise bei der Körperpflege und messen den Blutdruck. Die Ausbildung dauert ein Jahr mit schulischen und praktischen Anteilen. Der Zugang ist mit Hauptschul- oder einem gleichwertigen Bildungsabschluss möglich.

Altenpfleger/in

Den Vollberuf des Altenpflegers lernt man in drei Jahren, Voraussetzung ist entweder der Realschul- oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss, der Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung oder eine vorherige Ausbildung in der Altenpflege- oder Krankenpflegehilfe. Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer ist unter bestimmten Bedingungen möglich. Ebenso wird eine Teilzeitausbildung angeboten, wenn dies aus familiären Gründen notwendig ist. Die Arbeitsagentur fördert Menschen, die den Beruf des Altenpflegers erlernen wollen, zum Beispiel über eine Umschulung. Berufserfahrene können bei EPMA über das Projekt WeGebAU der Arbeitsagentur einen qualifizierten Abschluss nachholen.

Altenpflegeausbildung für Flüchtlinge

In vier oder fünf Jahren qualifizieren die Pflegedienste auch geflüchtete Menschen als Altenpfleger. In den ersten beiden Jahren erwerben sie den Abschluss in der Altenpflegehilfe, das Sprachniveau B2 und den Hauptschulabschluss, um danach je nach Notenschnitt ins erste oder zweite Ausbildungsjahr zur Altenpflege einzusteigen.

Betreuungskraft

Die Betreuungskräfte haben neben den Pflegenden den engsten Kontakt zu den Bewohnern in den Einrichtungen der EPMA und gelten als die guten Seelen der Häuser. Sie bieten Gruppen- und Einzelaktivitäten an und begleiten die Bewohner zu Fahrten und Veranstaltungen außer Haus. Die Qualifizierung zur Betreuungskraft dauert zwei Monate, zusammengesetzt aus Praxiseinsatz und Unterricht.
Für die Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss wünschenswert; gefordert sind außerdem ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie die soziale und gesundheitliche Eignung. Auch hier ist eine Förderung durch die Arbeitsagentur möglich.

Mitarbeiterentwicklung

Nach der Ausbildung stehen den Mitarbeitenden innerhalb der EPMA verschiedene Wege zur Weiterqualifizierung offen: als Multiplikator in fachspezifischen Gebieten, zum Praxisanleiter, zur Qualitätsbeauftragten, zur Wohnbereichsleitung bis hin zur Pflegedienst- und/oder Heimleitung.

Haus der Gesundheit

Unter den Einrichtungen der Evangelischen Pflegedienste Mannheim soll das fünfgeschossige ThomasCaree als ‚Haus der Gesundheit‘ hervorstechen. In dem Neubau in Neuostheim sind verschiedenste Nutzungen vereint mit einem Pflege- und Betreuungskonzept, das vom eigenen Wohnen im betreuten Wohnen bis hin zur vollstationären Pflege reicht. Er bietet Raum für 40 Eigentumswohnungen (betreutes Wohnen), 36 Mietappartements (pflegenahes Wohnen), 77 vollstationäre Pflegeplätze, zehn bis zwölf Tagespflegeplätze sowie für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Fitnessraum und Cafeteria, Sauna und Räume für unter anderem Ergo- und Physiotherapie ergänzen das Angebot.

Nähere Informationen zur Ausbildung bei

Jean-Paul Bassong, Tel.: 0173/3137994, E-Mail: jbassong@epma.care
EPMA Evangelische Pflegedienste Mannheim gGmbH, Reiterweg 54, 68163 Mannheim

© ZukunftBeruf, Ausgabe Nr. 24

Hier können Sie die Veröffentlichung in ZukunftBeruf als PDF downloaden

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Carolin Rapp (links) hat über ein Freiwilliges Soziales Jahr den Weg in die Altenpflege gefunden – „ein sehr guter Weg“, sagt sie rückblickend. Auf dem Bild demonstriert sie zusammen mit Praxisanleiterin Swetlana Hoffmann und Bewohnerin Maria Ritz Hilfen beim Lagern. 2018 beendet die Altenpflegeschülerin ihre dreijährige Ausbildung bei den Evangelischen Pflegediensten Mannheim EPMA. In deren demnächst fünf Häusern stehen viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung offen. „Wir wollen alle unsere Auszubildenden halten“, macht Azubi-Betreuer Jean-Paul Bassong im Hinblick auf zukunftssichere Arbeitsplätze deutlich.